22.–23.02.2026: Ei Nr. 4 ist da!

Feb 23, 2026Channel
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Published5 months ago
Duration12:56
Video ID0-hjOLqRFiU
Languagede
CategoryPets & Animals
PrivacyPublic
Made for KidsNo
Video TypeRegular Video

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Description

Unser Sonntagsvideo beginnt mit einer schönen Szene: Morgens um kurz nach zehn legt Isolde ihr viertes Ei! Fast könnte man die Uhr danach stellen – zwischen jedem Ei liegen nahezu exakt drei Tage. Diese Regelmäßigkeit ist typisch für Uhus: Das Weibchen legt im Abstand von zwei bis drei Tagen, und jedes Ei wird von Beginn an bebrütet. Damit entwickeln sich die Küken später leicht zeitversetzt – eine Art natürliche Absicherung: Das zuerst schlüpfende Junge ist kräftiger und hat selbst bei knapper Nahrung gute Überlebenschancen. Im Halbdunkel zeigt sich auch Tristan kurz im Seitenfenster des kleinen Turms oberhalb von Isolde. Nach der anstrengenden Legetätigkeit gönnt sie sich eine kleine Pause. Doch schon kurz nach elf wird sie wieder unruhig. Sie verlässt das Nest – und wir erhalten einen freien Blick auf das nun vollständige Eierquartett. Vier helle Kugeln im alten Gemäuer – ein beeindruckender Anblick. Weniger idyllisch geht es für die Nilgans weiter. Isolde startet die nächste Attacke auf das Nachbarnest (2:40). Die enge Distanz der Brutplätze sorgt weiterhin für Spannungen – und Isolde macht unmissverständlich klar, wem dieser Platz gehört. Kurz darauf kehrt sie auf ihr eigenes Gelege zurück und wird nur wenige Minuten später von Tristan mit Beute versorgt. Dem Fell nach zu urteilen könnte es sich um einen jungen Hasen oder ein Kaninchen handeln – für Uhus im Frühjahr durchaus typische Beute. Doch Isolde verschmäht den Happen. Kaum ist Tristan wieder abgeflogen, bringt sie die Beute fort. Offenbar steht ihr nach dem Eierlegen der Sinn nicht nach dieser Mahlzeit – oder sie möchte das Nest frei von größeren Beuteresten halten. Auch das ist ein interessantes Detail im Brutverhalten: Sauberkeit am Nest kann Parasiten und unerwünschte Aufmerksamkeit reduzieren. Kurz nach halb vier am Morgen verlässt Isolde abermals das Nest und fliegt zum Fensterrahmen schräg gegenüber, wo sie sich eine kleine Runde Gefiederpflege gönnt (6:20). Lange bleibt sie nicht – bald schwebt sie wieder zurück zum Nistplatz. Weiter oben entdecken wir Tristan. Vermutlich trägt er dieselbe Beute wie zuvor im Schnabel (7:50). Er bringt sie erneut zu seiner Partnerin hinab und wartet eine Weile gegenüber – aufmerksam wie ein nächtlicher Versorger im Dauereinsatz. Doch Isolde mag die Jagdtrophäe offenbar wirklich nicht am Nest haben. Wieder trägt sie sie fort. Man könnte fast meinen, sie habe klare Vorstellungen von der Speisekarte – oder vom Ordnungszustand ihres Kinderzimmers. Um kurz vor sieben scheint Tristan verstanden zu haben und erscheint diesmal mit einer Maus (10:30). Deutlich handlicher. Nachdem er Isolde verlassen hat, entdecken wir oben auf der breiten Mauer das Gänsepaar. Unter lautstarker Begleitung ihres Partners fliegt die Gänsemutter wieder hinab zu ihrem Nest und lässt sich zum Brüten nieder. Der Ganter wacht noch einen Moment, überzeugt sich, dass seine Partnerin sicher sitzt, und fliegt dann in der ersten Dämmerung davon. Eier im Uhunest, wiederholte Angriffe, mehrfache Futterübergaben – und ein morgendliches Gänsekonzert auf der Mauer. In dieser Ruine bleibt es auch am Sonntag alles andere als ruhig. Doch während die Sonne langsam steigt, wachsen nun vier junge Uhus unter Isoldes warmen Federn – und mit ihnen wächst die Spannung auf das, was kommt. -- Musik: "improvisation_005" von Tomomi_Kato, lizensiert unter der Pixabay License -- Infos zum Thema Nilgans/Uhu: Hinter den Livestreams steht viel ehrenamtliche Arbeit mit dem Ziel, Natur sachlich zu dokumentieren und erlebbar zu machen – nicht, einzelne Arten deklassieren. Abwertende Formulierungen gegenüber Tieren passen nicht zu diesem Ansatz. Konkurrenz, Stresssituationen und enge Brutplatzverhältnisse sind Teil natürlicher Prozesse. Natur folgt keinen moralischen Kategorien, sondern biologischen Gesetzmäßigkeiten. Die EGE engagiert sich gemäß ihrer Satzung aktiv für den Schutz heimischer Eulenarten und bringt sich fachlich auch in entsprechende Fragen ein. Dieses YouTube-Format dient jedoch in erster Linie der Beobachtung und Einordnung des konkreten Geschehens am Brutplatz. Grundsatzdebatten zu Jagdrecht, Management invasiver Arten oder behördlichen Maßnahmen können und werden hier nicht geführt. Die Moderation erfolgt ehrenamtlich. Weder ist dieser Kanal der geeignete Ort für umfangreiche fach- oder rechtspolitische Diskussionen, noch können wir hier komplexe naturschutzfachliche Strategien im Kommentarbereich verhandeln. Danke für einen respektvollen Austausch. Eine ausführliche fachliche Einordnung der aktuellen Situation findet sich in unserem Tagebucheintrag: 👉 https://egeeulen.de/arena-burgruine/

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