KI-Zeitreise: So entstand St. Paulis berühmter Kiez in Hamburg | NDR Info
May 10, 2026•Channel
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Published1 month ago
Duration4:00
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CategoryFilm & Animation
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Description
KI-Zeitreise nach St. Pauli: Die Geschichte des Kiez neu erleben
Eine moderne KI‑Zeitreise nach St. Pauli macht es heute möglich, die bewegte Geschichte des berühmten Hamburger Stadtteils so authentisch wie nie zuvor zu erleben. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden historische Fotos und Filmszenen animiert und zum Leben erweckt.
Am Anfang waren die Seilmacher: Die Geburt der Reeperbahn
Die Geschichte der Reeperbahn beginnt 1626 in der Seilerstraße 1. Hier arbeiteten die Reepschläger, die meterlange Taue und Seile – die „Reepe“ – für die Hamburger Schifffahrt herstellten. Sie gaben der heutigen Reeperbahn ihren Namen und legten den Grundstein für den Mythos des Viertels.
Vom Hamburger Berg zur Vorstadt
Ursprünglich waren die Seiler in der Hamburger Neustadt ansässig. Als dort jedoch Wohnraum benötigt wurde, verlagerte man das Handwerk vor die Stadtmauern auf den Hamburger Berg – das heutige St. Pauli. Das Gebiet musste als freies Schussfeld unbebaut bleiben. Diese räumliche Abgrenzung begünstigte die Entwicklung eines Ortes, der sich außerhalb strenger Stadtregeln zu einem Zentrum von Freiheit, Vergnügen und Subkultur entwickelte.
Spielbudenplatz: Wie der Spaß nach St. Pauli kam
Am Spielbudenplatz nahm die Vergnügungsgeschichte des Kiez Fahrt auf. Seit dem späten 18. Jahrhundert drängten sich hier Schausteller, Gaukler und Kunstreiter.
Jahrmarkt‑Atmosphäre: Kasperletheater und Buden boten Unterhaltung für alle – vom Dienstmädchen bis zum Bildungsbürger.
Der „Trichter“: Hinter dem Millerntor entstand ein beliebter Gartenpavillon, in dem Hamburger Bier tranken und Billard spielten. 1868 wurde daraus ein Prachtbau für bis zu 1500 Gäste.
In dieser Zeit verschmolzen Bühnenkunst, Gastronomie und öffentliches Vergnügen zur einzigartigen Kiez‑Kultur, die St. Pauli bis heute prägt.
Das Rotlicht zieht ein: Davidstraße und Herbertstraße
Die St. Pauli Geschichte ist eng mit dem Rotlichtmilieu verbunden. Die Konzentration der Prostitution in der Davidstraße begann Anfang des 19. Jahrhunderts – verstärkt durch die französische Besatzung und den wachsenden Schiffsverkehr.
Warum gibt es Sichtblenden in der Herbertstraße?
Die heutige Herbertstraße hieß bis 1922 Heinrichstraße. Geschäftsleute forderten eine Umbenennung, um das Image des Viertels zu verbessern. Die markanten Sichtblenden entstanden erst in der NS‑Zeit – nicht zur Abschaffung, sondern zur Kontrolle der Prostitution und um sie aus dem öffentlichen Blickfeld zu halten.
Mut zur Sichtbarkeit: Die Große Freiheit und Trans‑Geschichte
St. Pauli war immer ein Ort für Menschen, die gesellschaftliche Grenzen überschritten. 1963 eröffnete in der Großen Freiheit 27 die „Monika Bar“ – Hamburgs erste Transbar. Sie bot Transpersonen einen Raum, in dem sie trotz Anfeindungen auftreten und leben konnten.
Unter der Erde: Schmugglertunnel und verborgene Wege
Unter der Davidstraße verbirgt sich ein kaum bekanntes Kapitel der Kiez‑Geschichte: ein Netz aus Schmugglertunneln.
Schmuggelware: Vor allem Alkohol und Zigaretten aus dem Hafen.
Blütezeit: In den 1920er‑Jahren und erneut nach 1945 waren die Tunnel wichtige Wege der Hamburger Unterwelt.
00:00 St. Pauli Nachtleben und der historische Spielbudenplatz
00:33 KI erweckt historische Fotos der Reeperbahn zum Leben
01:14 Geschichte von St. Pauli: Der frühere Hamburger Berg
01:44 Gaukler und Schausteller am alten Hamburger Spielbudenplatz
02:18 St. Lustig und St. Liderlich: Facetten der Amüsierkultur
02:58 Revue-Palast Trichter: Vom Prachtbau zu den Tanzenden Türmen
03:45 Zerstörung nach dem Krieg und heutiger Spielbudenplatz
Warum sagte man schon im 19. Jahrhundert "St. Lustig" und "St. Liederlich" über St. Pauli? Die Hintergründe werden in der KI-Zeitreise erläutert. Mithilfe von künstlerischer Intelligenz wurden historische Abbildungen vom Spielbudenplatz in Bewegung versetzt. Mehr dazu: https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/stpauli-390.html
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Foto Thumb: NDR Screenshot //
► Enge Hinterhöfe, dunkle Kneipen, Familien mit vielen Kindern: Das machte die Hamburger Gängeviertel aus. Vom "größten Slum Europas" war Ende des 19. Jahrhunderts die Rede. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz werden historische Fotos zum Leben erweckt. Mehr dazu: https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/gaengeviertel-100.html
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