Schockfund im Garten: Hunderte Knochen entdeckt - Polizei schließt Gewaltverbrechen aus | NDR Info
Jul 5, 2026•Channel
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Knochenfund im Garten Braunschweig: Über 1.000 menschliche Knochen in Dibbesdorf
Was als einfache Gartenarbeit begann, hat sich im Braunschweiger Ortsteil Dibbesdorf zu einem rätselhaften Fund entwickelt. Eine Familie stieß bei Ausgrabungen auf ihrem Grundstück auf Hunderte menschliche Knochen – ein unheimlicher Fund, der inzwischen Polizei und Rechtsmedizin beschäftigt. Ein Gewaltverbrechen schließen die Ermittler nach ersten Untersuchungen jedoch aus.
Unerwarteter Skelett-Fund: Familie gräbt über 1.000 Knochen aus
„Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nichts finden“, sagt Felix Chall, 35. Gemeinsam mit seiner Frau und den drei Töchtern wollte er das Grundstück, das die Familie vor zwei Jahren gekauft hatte, lediglich umgestalten. Doch beim Entfernen alter Gehwegplatten zu Ostern tauchten erste Knochenfragmente und Zähne auf. Aus vereinzelten Funden wurde schnell ein Massenvorkommen: Mehr als 1.000 Knochenteile, zahlreiche Zähne und sogar gut erhaltene Schädelknochen holte die Familie inzwischen aus dem Boden – Überreste von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern.
Polizei Braunschweig aktuell: Rechtsmedizin bestätigt menschliche Gebeine
Nach den ersten Funden informierte die Familie sofort die Behörden. Ein Rechtsmediziner bestätigte vor Ort, dass es sich eindeutig um menschliche Skelettteile handelt. Wenige Wochen später rückte ein elfköpfiges Polizeiteam zur Spurensicherung an und barg kistenweise Knochen. Die Gebeine wurden zur Analyse an die Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) übergeben. Das Ergebnis: Keine Hinweise auf Brüche, Schnittverletzungen oder andere Spuren, die auf ein Tötungsdelikt hindeuten.
Staatsanwaltschaft: Kein aktueller Kriminalfall
Laut Staatsanwaltschaft Braunschweig sind die Knochen mindestens 50 bis 100 Jahre alt. Da keinerlei persönliche Gegenstände oder Kleidungsreste gefunden wurden, fehlt jeder strafrechtliche Ansatz. Der Fall steht kurz vor der Einstellung.
Historische Spurensuche: Woher stammen die Knochen?
Stadtheimatpfleger Thorsten Wendt ordnet den Fund historisch ein. Das Haus der Familie wurde in den 1960er‑Jahren errichtet, zuvor war das Gelände Ackerland. Zwar gibt es in der Region immer wieder historische Skelettfunde, meist jedoch in der Nähe alter Kirchen. In Dibbesdorf existierte an dieser Stelle jedoch weder Kirche noch Friedhof.
Entscheidender Hinweis: Aufgeschüttete Friedhofserde
Ein älterer Zeitzeuge brachte eine mögliche Erklärung: In den 1960er‑Jahren wurde bei Bauarbeiten Muttererde von auswärtigen Friedhöfen zum Auffüllen von Grundstücken verwendet. Er habe als Kind selbst Knochen auf den damaligen Baustellen gesehen. Das Grundstück der Familie Chall liegt zudem auffällig höher als die Nachbarflächen – ein Indiz für aufgeschüttete Erde.
Zweifel bleiben
Felix Chall ist dennoch nicht vollständig überzeugt. Einige Knochen lagen seiner Beobachtung nach anatomisch korrekt im Verbund – ein Hinweis, der nicht zu lose verteilten Erdschichten passt.
Würdevolle Bestattung geplant
Die Familie setzt die Grabungen fort, um das Grundstück vollständig zu bereinigen. Jeder Fund wird dokumentiert und an die Behörden übergeben. Nach Abschluss aller Untersuchungen sollen die Gebeine auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof beigesetzt werden.
„Wenn es meine Angehörigen wären, würde ich mir auch wünschen, dass gut mit ihnen umgegangen wird“, sagt Chall.
00:00 Knochenfund im Garten von Felix Chall
00:38 Polizei und Rechtsmedizin untersuchen Gebeine
01:01 Zeuge liefert Hinweis auf Friedhofserde
01:22 Stadtheimatpfleger hinterfragt historische Hintergründe
02:19 Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen der Behörden ein
02:43 Geplante Bestattung auf dem Hauptfriedhof Braunschweig
Was als Gartenarbeit begann, entwickelt sich zu einem gruseligen Fall: Eine Familie aus Braunschweig entdeckt bei der Gartenarbeit menschliche Knochen. Die Polizei ermittelt - ein Verbrechen schließt sie aber aus. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/knochen-116.html
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Foto Thumb: NDR Screenshot //
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