Grüner Strom für 9.000 Haushalte: Deutschlands größter Moor-Solarpark eröffnet | NDR Info
May 8, 2026•Channel
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Description
Moor‑Solarpark Varel eröffnet: Deutschlands größtes PV‑Projekt auf wiedervernässter Fläche
Ein Meilenstein für die Energiewende in Niedersachsen: In Varel (Landkreis Friesland) ist der bundesweit größte Moor‑Solarpark offiziell ans Netz gegangen. Das innovative Projekt auf einer wiedervernässten Moorfläche zeigt, wie Klimaschutz durch Moorrenaturierung und wirtschaftliche Photovoltaik erfolgreich kombiniert werden kann. Der Solarpark gilt als Rekordprojekt – technisch, ökologisch und wissenschaftlich.
Grüner Strom für 9.000 Haushalte: Die Giganten von Varel
Direkt an der A29 ist eine Photovoltaikanlage entstanden, die neue Maßstäbe setzt. Auf einer Fläche von rund 40 Fußballfeldern erzeugen die Betreiber – WI Energy GmbH, emt²gruppe und zwei Landwirte aus Varel – genug Strom für rechnerisch über 9.000 Haushalte. Seit Jahresbeginn speist die Anlage bereits erneuerbare Energie ins Netz ein.
Beeindruckende CO₂‑Bilanz: 23.000 Tonnen Einsparung pro Jahr
Der Solarpark ist mehr als ein Energieprojekt. Durch die Kombination aus Moor‑Wiedervernässung und Photovoltaik werden laut Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies jährlich über 23.000 Tonnen CO₂ vermieden. Moore zählen zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffspeichern – ihr Schutz ist entscheidend für die Klimaziele.
Spezialtechnik im Moor: Bau unter extremen Bedingungen
Der Bau auf weichem, saurem Moorboden stellte das Projektteam vor besondere Herausforderungen:
► Spezialbeschichtungen: Schutz der Unterkonstruktionen vor dem stark sauren Boden.
► Tiefe Verankerung: Pfähle wurden bis zu 4,50 Meter in den Untergrund gerammt.
► Logistik: 18 Trafostationen mit bis zu 25 Tonnen Gewicht mussten teils per Traktor über das Gelände transportiert werden.
Ein technischer Vorteil der Anlage: Die nasse Mooroberfläche reflektiert Licht – die Module nutzen dadurch zusätzliches Streulicht und steigern ihre Effizienz.
Doppelnutzung: Photovoltaik und Landwirtschaft kombiniert
Ein Schlüssel für die hohe Akzeptanz vor Ort ist die Weiterbewirtschaftung der Flächen. Dank einer Modulhöhe von bis zu 2,10 Metern bleibt der Raum unter den Paneelen nutzbar:
► Beweidung: Rinder und Schafe können unter den Modulen grasen.
► Mahd: Die Flächen lassen sich weiterhin vollständig mähen.
► Bürgerbeteiligung: Eine Energiegenossenschaft ermöglicht direkte finanzielle Teilhabe der Region.
Forschung für die Zukunft: Uni Greifswald untersucht das Moor
Der Moor‑Solarpark Varel dient zugleich als wissenschaftliches Modellprojekt. Die Universität Greifswald erforscht:
► Wie sich Treibhausgasemissionen durch die PV‑Module und die Wiedervernässung verändern.
► Wie sich Biodiversität – Pflanzen, Insekten, Vögel – im geschützten Areal entwickelt.
Die Ergebnisse sollen bundesweit als Blaupause für weitere Moor‑PV‑Projekte dienen.
00:00 Photovoltaik auf Torfboden: Einleitung in Varel
00:31 Dimensionen der Solaranlage: 70 Fußballfelder Moore
00:51 Konzept der Wiedervernässung für den Klimaschutz
01:19 Flächennutzung und politischer Rahmen für Moor-PV
01:54 Emissionsminderung und Förderung der Artenvielfalt
02:28 Offizielle Eröffnung mit Ministerpräsident Olaf Lies
02:42 Wissenschaftliches Forschungsprojekt der Universität Greifswald
03:10 Fazit: Zusatzeinkommen und Klimaschutz durch Moore
In Varel (Landkreis Friesland) ist am Montag der bundesweit größte Moor-Solarpark eröffnet worden. Er wurde auf einer wiedervernässten Moorfläche errichtet. Die Betreiber wollen mit der Anlage CO2 einsparen - und rentabel arbeiten. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/moor-photovoltaik-100.html
#ndrinfo #Solarpark #Landwirtschaft
Foto Thumb: NDR Screenshot //
Film-Rizz, Florian Gerding
► Die Windkraft hat Probleme und auch der Solarausbau schwächelt. Aktuelle Daten zeigen, wie es um die Energiewende steht. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/ndrdata/erneuerbare104.html
► Wilhelmshaven soll ab 2026 die Gewerbesteuer aller Offshore-Windparks vor Niedersachsen erheben - und damit zweistellige Millioneneinnahmen erzielen. Ein Großteil bleibt in der Stadt, der Rest wird verteilt. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/wilhelmshaven-170.html
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