Schweinswale in Gefahr: Die unsichtbare Bedrohung in der Ostsee | NDR Info
May 8, 2026•Channel
AI Analysis
Data from YouTube Data API v3•Updated Just now
Video Overview
Video Details
Published3 weeks ago
Duration3:34
Video ID8THOLEv8sao
Languagede
CategoryNews & Politics
PrivacyPublic
Made for KidsNo
Video TypeRegular Video
Performance Metrics
Views3K
Likes112
Comments25
Engagement Rate4.58%
Likes per 100 views3.75
Comments per 1K views8.36
Video Tags
#mecklenburg-vorpommern#netze#ostsee#schweinswale#wal#timmy#hope#fische#animal rescue#ndr info#schweinswale ostsee#tote wale ostsee aktuell#wale in der ostsee#buckelwal ostsee#stellnetze verbot#wie viele schweinswale gibt es noch?#was fressen schweinswale?#warum sterben schweinswale?#was tun gegen beifang?#wo kann man in der ostsee schweinswale sehen?
Description
Rettung per Sound? Wie neue Technik Schweinswale schützen soll
Jedes Jahr werden an die deutsche Ostseeküste etwa 50 bis 60 tote Schweinswale gespült
Viele dieser Tiere sterben vermutlich als Beifang in Stellnetzen. Da die Ostsee-Schweinswale stark gefährdet sind, arbeiten Forschende intensiv daran, Fischereinetze für das Biosonar der Tiere „hörbar“ zu machen und so tödliche Kollisionen zu verhindern.
Überlebenskünstlerin Freja: Forschung für den Artenschutz
Ein zentraler Ort dieser Forschung liegt in Kerteminde (Dänemark). Dort lebt die Schweinswal-Dame Freja in der Forschungsstation Fjord&Bælt. Sie geriet vor 29 Jahren selbst in ein Stellnetz – überlebte jedoch. „Wir nutzen das Training mit Freja, um mehr über die akustische Orientierung der Tiere zu erfahren“, sagt Biologin Christina Andersen. Die Erkenntnisse aus diesen Studien sind entscheidend, um wildlebende Schweinswale besser zu schützen.
Das Biosonar: Warum Stellnetze zur tödlichen Falle werden
Schweinswale verlassen sich fast vollständig auf ihr Biosonar. Sie erzeugen Ultraschallklicks, die in der Melone – einem Fettorgan auf der Stirn – gebündelt werden.
Echo-Ortung: Die Klicks werden von Objekten reflektiert und über den Unterkiefer wahrgenommen.
Hochpräzise Signale: Bis zu 500 Klicks pro Sekunde ermöglichen eine exakte Orientierung.
Das Problem:
Feinmaschige Stellnetze bleiben für Schweinswale oft „unsichtbar“, weil die dünnen Garne kaum ein Echo zurückwerfen. Beim Jagen oder in Stresssituationen erkennen die Tiere das Hindernis zu spät, verheddern sich und ertrinken.
PAL-Geräte: Der „Schweinswal-Alarm“ gegen Beifang
Eine vielversprechende technische Lösung ist der PAL (Porpoise Alert), entwickelt vom Meeresbiologen Boris Culik. Das kleine Gerät wird direkt an Fischereinetzen befestigt.
Wie funktioniert die PAL-Technologie?
Der PAL sendet künstliche Schweinswallaute aus – basierend auf Originalaufnahmen von Freja. Diese Warnsignale sollen Artgenossen auf Abstand halten.
Wirksamkeit: In Tests konnten Beifänge um bis zu 80 % reduziert werden.
Kritikpunkte:
Es fehlen belastbare Langzeitstudien zur möglichen Gewöhnung.
Regionale Dialekte könnten die Wirksamkeit in anderen Meeresgebieten einschränken.
Innovative Perlennetze: Eine Wand aus Schall
Neben akustischen Warnsystemen gibt es einen mechanischen Ansatz: sogenannte Perlennetze. Dabei werden erbsengroße Acrylperlen in die Netze eingearbeitet. Sie erzeugen ein deutlich stärkeres Echo und machen das Netz für Schweinswale akustisch wahrnehmbar.
Vorteile:
Keine Elektronik, keine Batterien
Das Netz wirkt im Biosonar wie eine massive Wand
Herausforderungen:
Die industrielle Produktion ist derzeit noch kostspielig.
Das Landesumweltministerium fordert weitere wissenschaftliche Nachweise, bevor Fördermittel bereitgestellt werden.
Gespräche mit Herstellern über eine automatisierte Fertigung laufen bereits.
00:00 Schicksal der Schweinswale Saga Freya Eskild
00:23 Gefahr durch Beifang in der Ostsee
01:07 Biosonar: Wie sich Schweinswale unter Wasser orientieren
01:23 Warum Stellnetze zur tödlichen Falle werden
01:49 Akustische Warnsignale: Pinger und PAL-Geräte im Test
02:33 Problematik unterschiedlicher Dialekte bei Schweinswal-Populationen
02:47 Innovative Perlennetze vom Thünen-Institut für Ostseefischerei
03:14 Zukunftschancen und Entsorgung der neuen Schutz-Netze
Jedes Jahr werden an die deutsche Ostseeküste 50 bis 60 tote Schweinswale gespült. Bei vielen Tieren besteht der Verdacht, dass sie als Beifang in Stellnetzen umgekommen sind. Forschende wollen das ändern. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/schweinswale-110.html
#ndrinfo #Wal #Ostsee
Foto Thumb: NDR Screenshot //
► In der Ostsee sind Schweinswale als streng geschützte Art eingestuft. Dennoch gehen die Zahlen deutlich zurück. Naturschutzverbände fordern weniger menschliche Aktivitäten in Meereschutzgebieten. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/schweinswale-108.html
► Die Schweinswale sind eine bedrohte Art, da ist es um so tragischer, wenn sie in der Ostsee in Fischernetzen verenden. Wie sich das verhindern lässt, zeigt ein Forschungsprojekt auf. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/schweinswale-106.html
► Die wichtigsten Nachrichten aus Norddeutschland gibt es auch bei WhatsApp. Abonnieren könnt ihr NDR Info auf WhatsApp hier: https://whatsapp.com/channel/0029VaDDZxZ3AzNIgqOFuS36
Ihr findet uns auch auf:
► Instagram: https://www.instagram.com/ndr.info/
► Facebook: https://www.facebook.com/ndrinfo
► Kommentiert bei uns sehr gerne, aber bitte beachtet unsere Netiquette: https://www.ndr.de/service/technische_hilfe/Die-Kommentarrichtlinien,richtlinien101.html
► Datenschutz: https://www.ndr.de/service/datenschutz/index.html ► Impressum: https://www.ndr.de/service/impressum/index.html