05.–07.02.2026: Zwischen Abwarten und Zuschlagen

Feb 7, 2026Channel
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Published4 months ago
Duration34:58
Video IDDcY0wFXxRMQ
Languagede
CategoryPets & Animals
PrivacyPublic
Made for KidsNo
Video TypeRegular Video

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Description

Die Gans in ihrem Nest erlebt zunächst einen ruhigen Tag. Lediglich der kurze Besuch eines Eichhörnchens sorgt für eine kleine Unterbrechung. Auch nach Einbruch der Dunkelheit bleibt Isolde dem Gänsenest fern. Stattdessen sehen wir Tristan, der gegenüber Platz nimmt und ausdauernd nach seiner Partnerin ruft. Isolde zeigt sich jedoch nicht – selbst dann nicht, als Tristan noch morgens um halb fünf in die Dunkelheit ruft. Leichter Regen setzt ein und legt sich wie ein glitzernder Schleier über die Gänsemutter in ihrem Nest (4:40). Weiter oben kann unsere Kamera, trotz der Regentropfen auf der Linse, gerade noch eine Begattung von Tristan und Isolde hoch oben auf dem großen Turm erfassen . Anschließend bezieht Isolde einen Wachtposten und blickt von dort aus auf die schlafende Gänsemutter hinab. Alles deutet auf eine mögliche nächste Attacke hin – doch im letzten Moment dreht Isolde ab (6:15). Allein durch diese Bewegung fliegt die Gans erschrocken von ihrem Gelege auf. Isolde bleibt noch eine Weile auf den wackeligen Ziegeln sitzen und fliegt um kurz nach sieben davon. Die Gänsemutter kehrt etwa eine halbe Stunde später wieder zu ihrem Nest zurück. Eine vergleichsweise ruhige Nacht, die allen Beteiligten eine kurze Atempause verschafft. Doch der nächste Abend lässt nicht lange auf sich warten. Nach Einbruch der Dunkelheit am Freitag zeigen sich die beiden Uhus an der gegenüberliegenden Seite der Burg, am Brutplatz von 2024 (7:30). Zunächst räumt Tristan etwas in der Nistmulde auf, anschließend übernimmt Isolde und kümmert sich um die Feinheiten. Danach wechseln beide nach oben auf die Mauer. Von dort aus behält vor allem Isolde die Nähe zur Gans im Blick. Schließlich flattert sie sogar rufend hinunter in die Bretternische (11:40) – ein Manöver, das die Gans sichtbar beunruhigt. Kurz darauf verlagert Isolde ihre Position nach gegenüber, dann wieder zurück. Die wiederholten Platzwechsel wirken auffällig gezielt, fast wie ein systematisches Austesten der Situation. Doch auch für Isolde rücken andere Prioritäten wieder in den Vordergrund. Um acht Uhr kommt es hoch oben, in der Nähe von Cam 4, zu einer Begattung (13:05). Außerdem erhält das Uhuweibchen Beute und lässt es sich oben eine Weile schmecken. Danach fliegt Isolde mehrere Plätze oberhalb des Gänsenests an und hält Wache. Tristan ist unterdessen wieder in die alte Brutnische auf der gegenüberliegenden Seite zurückgekehrt und startet dort kurz vor neun den Anflug zur nächsten Begattung (17:30). Kurz nach elf fliegt Isolde zum Brutplatz des vergangenen Jahres – direkt neben dem Gänsenest (19:25). Offenbar entspricht diese Nähe jedoch nicht ihren aktuellen Anforderungen, denn sie fliegt bald wieder ab. Nach Mitternacht trifft sie sich mit Tristan oben auf dem Giebel zur nächsten Paarung (21:05). Keine Stunde später folgt eine weitere Zusammenkunft (22:15), und etwa anderthalb Stunden danach kommt es erneut zur Begattung (24:20). Tristan verteilt wieder Futter. Nachdem Isolde sich etwas gestärkt hat, preist er den Rest einfach erneut als Geschenk an (25:55). Er zeigen dabeiwieder sein Geschick im Werben um die Partnerin. Isolde reagiert allerdings eher zurückhaltend, sodass Tristan schließlich selbst ein paar Happen frisst. Langsam nähert sich der Morgen – doch ist die Gans damit wirklich in Sicherheit? Tristan stößt zu Isolde, die gegenüber der Gänsemutter oben auf der Mauer sitzt und das Nest im Blick behält (27:35). Selbst Tristans erneutes Futterangebot lehnt sie ab, und bleibt konzentriert. Kurz nach sechs startet Isolde schließlich ihre Attacke und vertreibt die Gans aus dem Nest (29:00). Wieder untersucht sie den Nistplatz der Mitbewohnerin ausgiebig, bevor sie nach oben zurückfliegt. Tristan versucht es noch einmal mit dem verbliebenen Geflügel, gibt dann jedoch auf und fliegt zum Wetterhahn. Auch Isolde verlässt wenig später die Ruine. Als wieder Ruhe eingekehrt ist, kehrt die Nilgans gegen Viertel nach sieben zu ihrem Nest zurück. Isoldes Verhalten wirkt planvoll, beinahe zermürbend für die Nachbarnin – doch es folgt keinem Kalkül. Es ist letztlich nichts anderes als konsequentes Revier- und Brutverhalten – instinktgeleitet, zweckmäßig und frei von den menschlichen Maßstäben, mit denen wir solche Abläufe nur unzureichend beschreiben können.

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