Schluss mit „Endlos-Scrollen“? SPD fordertSocial-Media-Verbot für Kinder unter 14
Feb 16, 2026•Channel
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Mehrere westliche Staaten, darunter Australien, Großbritannien, Dänemark und zuletzt auch Frankreich, haben bereits Social-Media-Einschränkungen für Kinder und Jugendliche bestimmter Altersklassen beschlossen. In der weltweiten Debatte gibt es nun auch einen ernsthaften Vorstoß aus der deutschen Politik.
In einem neuen Impulspapier fordert die SPD ein strenges Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren und schlägt vor, eine Altersverifikation verpflichtend zu machen. Demnach sollten Anbieter verpflichtet werden, „den Zugang technisch wirksam zu unterbinden“.
Eine angepasste Regelung für unter 16-Jährige sieht demnach eine „Jugendversion der Plattformen“ vor, die unter anderem keine suchtverstärkenden Funktionen enthalten – gemeint sind Endlos-Scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten oder Anreizsysteme, die intensive oder dauerhafte Nutzung belohnen. Zudem müsse eine Jugendversion ohne algorithmisch gesteuerte Feeds auskommen und dürfe Inhalte auch nicht mehr personalisiert ausspielen.
Den Zugang zu Instagram und Co. sollen Jugendliche unter 16 demnach ausschließlich über die „EUDI-Wallet“-App ihrer Erziehungsberechtigten erhalten. Bei der App (EU Digital Identity Wallet) handelt es sich um eine Art digitales Portemonnaie, in dem beispielsweise Personalausweis und Führerschein der Erziehungsberechtigten gespeichert sind.
Selbst für alle anderen Bürger ab 16 Jahren – also auch für Erwachsene – sieht das Papier angepasste Regeln für die Nutzung von Social Media vor: Sowohl die Verifizierung als auch standardmäßig deaktivierte Empfehlungssysteme sind Thema des Impulspapiers.