Helm-Eklat & Epstein-Files: Olympia unter Druck | DOKU | Sportschau
Feb 23, 2026•Channel
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Der Helm-Eklat von Cortina d'Ampezzo war die erste Belastungsprobe für IOC-Präsidentin Kirsty Coventry (Internationales Olympisches Komitee). Der ukrainischer Athlet Heraskewytsch wurde disqualifiziert. Sein Helm zeigt verstorbene ukrainische Athleten - Opfer des russischen Angriffskriegs. Das nächste Problem ergibt sich aus den Epstein-Files. Der Chef des Organisationskomitees der Sommerspiele Los Angeles 2028 Casey Wasserman taucht darin auf. Er hat enge Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump. _______________________________________________________________________________
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Mehr als 20 Porträts im Krieg getöteter ukrainischer Athleten waren auf seinem Helm darauf verewigt. Der 27 Jahre alte Skeleton Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch trug den Helm im Training und wollte dies auch im Wettkampf tun. Doch für das Internationale Olympische Komitee (IOC) war das ein Regelverstoß. Er durfte nicht teilnehmen.
Ein Gespräch zwischen der IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und Heraskewytsch kurz vor seinem Wettkampf brachte keine Einigung, er wurde disqualifiziert. "Ich wollte ihn heute wirklich im Rennen sehen. Es war ein emotionaler Morgen", sagte Coventry unter Tränen.
Die zuständige IOC-Kommission hatte die Disqualifikation bereits am Abend zuvor beschlossen. Sie berief sich dabei nicht etwa auf das Verbot politischer Propaganda, sondern auf die sogenannten "Expression Guidelines" und die Regel 40.2 der Olympischen Charta. Die Regel besagt, alle Teilnehmer genießen "Meinungsfreiheit im Einklang mit den olympischen Werten". Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab dem IOC recht. Heraskewytsch kündigte an, die Entscheidung des CAS weiter anzufechten: "Ich möchte beweisen, dass ich keine Regeln gebrochen habe, weil ich aufrichtig daran glaube."
Und schon rollt das nächste Problem auf das IOC und seine Präsidentin zu - ein noch größeres: Casey Wasserman, den Chef des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Sein Name taucht in den Epstein-Akten auf, die das US-Justizministerium kürzlich veröffentlichte.
Demnach hatte Wasserman 2003 intime E-Mails mit Ghislaine Maxwell ausgetauscht, der später verurteilten Komplizin Jeffrey Epsteins. Maxwell rekrutierte für den US-Milliardär Epstein minderjährige Mädchen, die sexuell missbraucht wurden. Wasserman entschuldigte sich für den Mailverkehr öffentlich. Das IOC hält sich bedeckt. "Casey hat sein Statement veröffentlicht - aus der Sicht des IOC gibt es für mich da nichts hinzuzufügen", sagte Coventry vor gut zwei Wochen
In Los Angeles, wo Wasserman eine mächtige Künstleragentur betreibt, fiel die Reaktion anders aus. Seit den Enthüllungen haben prominente Klienten die Agentur verlassen, Wasserman will sie nun verkaufen. Seinen Posten als Chef des Olympia-Organisationskomitees gibt er jedoch nicht auf, unterstützt von dessen Vorstand.
Dass sich der Sport und LA28 mit Kritik zurückhalten, könnte mit dem Weißen Haus zusammenhängen. Wasserman hält enge Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump, überreichte ihm etwa persönlich Medaillen von den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles.
Dennoch wächst der Druck auf Wasserman - und damit auch der Druck auf das IOC und seine Präsidentin.
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