Merz bringt Gewalt gegen Frauen in Zusammenhang mit Zuwanderung | WDR Aktuelle Stunde
Mar 26, 2026•Channel
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Am Mittwoch (25.03.2026) hat der Bundestag über Gewalt gegen Frauen debattiert. Bundeskanzler Friedrich Merz sorgte dabei mit Aussagen zu Gewalt in Zusammenhang mit Zuwanderung für Kritik.
Merz sieht ein allgemeines Gewaltproblem in Deutschland und sprach von einer explodierenden Gewalt in der Gesellschaft - im digitalen als auch im analogen Raum. "Nicht nur die Frauen in diesem Land diskutieren und sprechen über dieses Thema, sondern auch viele Männer. Und ich gehöre dazu”, so der Bundeskanzler. Um etwas dagegen zu tun, müsse aus seiner Sicht darüber gesprochen werden, woher die Gewalt komme. Merz sagte dazu wörtlich: “Ein beachtlicher Teil der Gewalt kommt aus der Gruppe der Zuwanderer.” Das gehöre zur Vollständigkeit dazu und solle das Problem nicht relativieren.
Nach Merz’ Aussage hagelt es Kritik: Unter anderem die innenpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, sagte dem ARD-Hauptstadtstudio. “Wer ausgerechnet bei Gewalt gegen Frauen reflexhaft auf Zuwanderung zeigt, verharmlost strukturelle Gewalt, statt sie zu bekämpfen.”
Die Nationalität der Tatverdächtigen wird vom Bundeskriminalamt (BKA) ausgewiesen. Insgesamt waren 2024 von 1.967.731 registrierten Tatverdächtigen 35,4 Prozent Ausländer. In der Statistik werden aber auch Täter erfasst, die nicht in Deutschland wohnen. Bei Partnerschaftsgewalt liegt der Ausländeranteil der männlichen Tatverdächtigen bei 38,9 Prozent.
Fachleute sprechen davon, dass sich Gewalt gegen Frauen durch alle gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen zieht. Laut dem BKA werden nach wie vor viele Taten im Bereich Partnerschaftsgewalt, sexualisierte und digitale Gewalt nicht angezeigt, etwa aus Angst, Abhängigkeit oder Scham.
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Der Beitrag wurde am 26.03.2026 ausgestrahlt und gibt den Nachrichtenstand zu diesem Zeitpunkt wieder. Das Video wurde seitdem nicht aktualisiert.