04.02.2026 Berlin "Wir alle trauern um Serkan C." Personalvorstand Martin Seiler DB Konzern Bahn Hbf
Feb 4, 2026•Channel
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"Wir alle trauern um #Serkan C." sagt Martin Seiler, DB Konzern Personalvorstand, im Hauptbahnhof Berlin bei Gedenken an tot geschlagenen Zugbegleiter.
Erfüllt die Deutsche Bahn die Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter? Der Sprecher sagt: Es gibt Bodycams.
Während Fahrten auf Regionalstrecken der Deutschen Bahn - zum Beispiel zwischen den Großräumen Düsseldorf, Köln, Bonn - erlebte ich, wie sich Zugbegleiter im Führerstand eingeschlossen haben, weil sie um ihre Sicherheit bangten.
Der DB-Sprecher teilt dazu ergänzend mit: "Heute ist ein schwarzer Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Land. Wir bei der Bahn trauern.
Leider nehmen Übergriffe auf unsere Mitarbeitenden seit Jahren zu, genauso wie auf Angehörige von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Die Hemmschwelle für Gewalt in unserer Gesellschaft sinkt kontinuierlich.
Bei Fahrkartenkontrollen, bei der Durchsetzung des Hausrechts sowie am Rande von Volksfesten, Großveranstaltungen und Fußballspielen kommt es immer wieder zu verbalen und tätlichen Übergriffen gegen DB-Mitarbeitende. 2025 gab es über 3.000 Angriffe auf unser Personal, also etwa 8 pro Tag. Die Tendenz gegenüber 2024: gleichbleibend auf hohem Niveau. Die Hälfte der Angriffe betrifft das Zugpersonal im Regionalverkehr. Auf Sicherheitskräfte entfällt gut ein Drittel. Auch Reinigungskräfte oder Servicekräfte am Bahnhof werden Opfer von Angriffen.
Wir als Bahn haben darauf reagiert und haben mehr und mehr Mitarbeitende mit Bodycams ausgerüstet, wenn diese das wünschen. Die Erfahrungen mit diesen Körperkameras sind gut. Sie können Konflikt deeskalieren, wenn ein Angreifer sich auf dem Bildschirm sieht.
Wir lassen unsere Mitarbeitenden nicht allein. Wir nehmen unsere Verantwortung als Arbeitgeber sehr ernst und haben unsere Schutz- und Schulungsmaßnahmen ausgeweitet - sowohl technisch als auch personell. Aber bei einer derart hemmungslosen Gewalt, wie wir sie jetzt erlebt haben, gibt es keinen hundertprozentigen Schutz.
Was tut die DB?
Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Strategie.
Alle Mitarbeitenden sind angehalten, jeden Vorfall zu melden. Dafür wurde eigens eine App entwickelt, die alle Zugbegleiter in Nahverkehrszügen auf ihrem Smartphone haben.
Mehr als 200 Millionen Euro geben wir jährlich aus, damit Fahrgäste und Mitarbeitende der DB sicher unterwegs sind.
Wir haben die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei intensiviert. Inzwischen arbeiten rund 4.500 Sicherheitskräfte der DB mit 6.000 Beamten der Bundespolizei Hand in Hand.
Deeskalationstrainings gehören zur regelmäßigen Fortbildung von 20.000 Bahnbeschäftigen im direktem Kundenkontakt, für Sicherheitskräfte zusätzlich auch Trainings zur Abwehr von Angriffen. Dabei lernen die Mitarbeitenden, Situationen und Verhalten richtig einzuschätzen, selbstbewusst aufzutreten, Konflikte zu deeskalieren und sich selbst nicht in Gefahr zu bringen. Im Schnitt alle zwei Jahre durchlaufen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kundenkontakt diese Trainings verpflichtend, bei Bedarf öfter."