Bundestag: Betrug mit Scheinvaterschaften soll stärker verfolgt werden | WDR Aktuelle Stunde
Feb 25, 2026•Channel
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Der Bundestag hat am Mittwoch (25.02.2026) über Gesetzesentwürfe gegen Betrug durch Scheinvaterschaften beraten.
„Es gibt kriminelle Geschäftsmodelle dahinter, die damit arbeiten und dadurch versuchen, Aufenthaltsrechte zu erlangen und Sozialbetrug zu begehen“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Dezember zum Thema Scheinvaterschaften.
Durch die Vaterschaftsanerkennung bekommen nicht nur die Mütter das Aufenthaltsrecht, sondern auch deren Angehörige. Dadurch fallen Kosten für den Steuerzahler in Millionenhöhe an.
So geschehen auch bei Jonathan A. aus Dortmund, der sich in den sozialen Medien selbst „Mr. Cash Money“ nennt: Der in Nigeria lebende deutsche Staatsbürger hat vor zwei Jahren für 24 Kinder Ansprüche geltend gemacht: Das hat die Stadt rund 1,5 Millionen Euro gekostet.
Recherchen des ARD-Magazins Kontraste haben ergeben, dass ausländische Frauen bis zu 4.000 Euro an Scheinväter bezahlen, um für sich und ihre Kinder ein Bleiberecht zu bekommen.
In Zukunft sollen deutsche Behörden verstärkt kontrollieren, wenn bei der Anerkennung eines unehelichen Kindes der Vater Deutscher ist, die Mutter aber ohne Aufenthaltstitel.
Heißt: Die Ausländerbehörde müsste der Vaterschaft erst zustimmen. Missbrauchsfälle sollen zudem innerhalb von fünf Jahren rückabgewickelt werden können – dann müsste erhaltenes Geld auch zurückgezahlt werden. Die Scheinväter würden sich zudem strafbar machen.
Familienverbände kritisieren dies: „Mit diesem Gesetz würden alle Familien, die das betreffen könnte, pauschal unter Generalverdacht gestellt“, sagt Carmen Colinas vom Verband binationaler Familien.
Mehr zum Thema:
https://www1.wdr.de/nachrichten/vaterschaftsanerkennung-missbrauch-dortmund-100.html
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/nrw-studios/audio--eigene-kinder-scheinvaterschaft-in-vellbert-100.html
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Der Beitrag wurde am 25.02.2026 ausgestrahlt und gibt den Nachrichtenstand zu diesem Zeitpunkt wieder. Das Video wurde seitdem nicht aktualisiert.