Immer höhere Mieten trotz Sozialhilfe: Illegale Mieterhöhungen kosten Staat Millionen | NDR Info

Jul 1, 2026Channel
AI Analysis
Data from YouTube Data API v3Updated Just now
NDR Info
NDR Info

435K subscribers

View Channel

Video Overview

Video Details

Published1 week ago
Duration3:50
Video IDWeFYPyj8Aro
Languagede
CategoryNews & Politics
PrivacyPublic
Made for KidsNo
Video TypeRegular Video

Performance Metrics

Views4.4K
Likes137
Comments100
Engagement Rate5.44%
Likes per 100 views3.14
Comments per 1K views22.95

Description

Illegale Mieterhöhungen in SH: Wie Vermieter die Allgemeinheit schädigen In Schleswig‑Holstein treiben einzelne Vermieter rechtswidrig die Mieten für Sozialhilfe- und Bürgergeldempfänger in die Höhe. Was zunächst wie ein Problem für die Betroffenen wirkt, entpuppt sich als systematischer Betrug zulasten der Steuerzahler. Bad Oldesloe: Überfüllte Beratung – Mieter wehren sich gegen Abzocke Wie akut das Problem ist, zeigt Bad Oldesloe im Kreis Stormarn. Im Büro der Beratungsstelle „Plan B“ drängen sich mehr als 60 Bewohner der Hölk‑Hochhäuser. Die Luft ist stickig, Sitzplätze fehlen – doch niemand geht. Alle haben Post vom Vermieter erhalten: eine drastische Mieterhöhung. Zwei Anwälte des Vereins Mieter helfen Mietern leiten die Krisensitzung. Ihre Einschätzung ist eindeutig: Viele der Forderungen sind rechtswidrig. Warum illegale Mieterhöhungen den Steuerzahler treffen In den Hölk‑Hochhäusern leben viele Menschen, die Bürgergeld beziehen oder als Aufstocker arbeiten. Steigen die Mieten unberechtigt, zahlen die Betroffenen diese nicht selbst. Die Kommunen übernehmen die Kosten der Unterkunft (KdU). Jede unrechtmäßige Erhöhung belastet somit die öffentlichen Haushalte. Sozialarbeiter Jakob Wendebourg warnt: „Viele geben die Schreiben ungeprüft weiter, weil sie Angst haben, ihre Wohnung zu verlieren.“ Erfundene Vergleichsmieten: Ein Fall zeigt die Dimension Besonders deutlich wird die Problematik am Fall des ukrainischen Geflüchteten Ivan Khrushchov. Nach elf Monaten in seiner Wohnung soll er plötzlich 12,14 Euro pro Quadratmeter zahlen – rund 15 Prozent mehr. Die Redaktion liegen die Unterlagen vor. „Das ist mir zu viel. Und dem Sozialamt auch“, sagt Khrushchov. Er unterschreibt nicht. Der Mieterverein stellt klar: Die Forderung ist unzulässig. Da es in Bad Oldesloe keinen qualifizierten Mietspiegel gibt, nutzte der Vermieter – die Leitmeyer Unternehmensgruppe – drei eigene Wohnungen als Vergleich. Experten schätzen die ortsübliche Miete jedoch auf maximal 8,50 Euro. Zudem gilt eine Jahressperrfrist: Vor Ablauf von zwölf Monaten darf keine Erhöhung verlangt werden. VNW warnt vor Millionen-Schaden im ganzen Land Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), sieht ein strukturelles Problem: „Es gibt Vermieter, die aus Profitgier die Not der Menschen ausnutzen.“ Der Schaden in Schleswig‑Holstein liegt laut VNW bereits im zweistelligen Millionenbereich. Besonders betroffen sind das Hamburger Umland sowie Kiel und Lübeck. Überlastete Behörden: Warum Jobcenter oft zahlen müssen Der Landkreistag Schleswig‑Holstein bestätigt die Problematik. Sprecher Johannes Reimann erklärt, dass unrechtmäßige Mieterhöhungen die Budgets für Sozialleistungen zunehmend belasten. In vielen Sozialämtern fehlt es an Personal und mietrechtlicher Expertise, um jede eingereichte Erhöhung zu prüfen. Ab dem 1. Juli 2026 soll eine Gesetzesreform Abhilfe schaffen. Sie verpflichtet Behörden zu strengeren Prüfungen und soll den Missbrauch von Steuergeldern eindämmen. 00:00 Mieterhöhungen in den Hölk-Hochhäusern Bad Oldesloe 00:14 Ivan Khrushchov: Betroffener Mieter schildert den Fall 00:41 Kosten der Unterkunft: Belastung für Steuerzahler 01:14 Eigentümer rechtfertigt Miete mit eigenen Wohnungen 01:48 Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen kritisiert Profitgier 02:38 Millionenschäden für die Landkreise und Kommunen 03:03 Pflichten der Mieter bei unberechtigten Forderungen 03:21 Reform des Bürgergelds erhöht den Prüfdruck Landesweit erhöhen einige "Vermieter ohne Anstand" rechtswidrig die Mieten bei Sozialhilfeempfängern, beklagt unter anderem der Verband der norddeutschen Wohnungsunternehmen. Mehr dazu: https://www.ndr.de/schleswig-holstein/miete-130.html #ndrinfo #Miete #Wohnungsnot Foto Thumb: NDR Screenshot // picture alliance / Shotshop | Detailfoto // ► Mieterhöhungen sind in vielen Gemeinden Schleswig-Holsteins auf 15 Prozent gedeckelt. Hier gilt die sogenannte abgesenkte Kappungsgrenze. In Hunderten Fällen haben Vermieter trotzdem mehr gefordert. Mehr dazu: https://www.ndr.de/schleswig-holstein/mieterhoehung-100.html ► Schleswig-Holstein braucht dringend Wohnraum. Doch inmitten von Umweltauflagen und Kostensteigerungen rufen viele Neubauprojekte Kritiker auf den Plan. Mehr dazu: https://www.ndr.de/schleswig-holstein/wohnungsnot-144.html ► Die wichtigsten Nachrichten aus Norddeutschland gibt es auch bei WhatsApp. Abonnieren könnt ihr NDR Info auf WhatsApp hier: https://whatsapp.com/channel/0029VaDDZxZ3AzNIgqOFuS36 Ihr findet uns auch auf: ► Instagram: https://www.instagram.com/ndr.info/ ► Facebook: https://www.facebook.com/ndrinfo ► Kommentiert bei uns sehr gerne, aber bitte beachtet unsere Netiquette: https://www.ndr.de/service/technische_hilfe/Die-Kommentarrichtlinien,richtlinien101.html ► Datenschutz: https://www.ndr.de/service/datenschutz/index.html ► Impressum: https://www.ndr.de/service/impressum/index.html

Related Videos

More videos from NDR Info