Kreuzfahrten im Nahen Osten: Warum AIDA absagte und TUI weiterfuhr | NDR Info
Mar 6, 2026•Channel
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AIDA & TuiCruises: So unterschiedlich waren Reiseveranstalter auf die Sicherheitslage im Nahen Osten vorbereitet
Wegen des Krieges im Nahen Osten sitzen derzeit Tausende deutsche Touristen in Dubai fest. Am Dienstag brachte ein erster Sonderflug des hannoverschen Reisekonzerns TUI gestrandete Reisende zurück nach Deutschland. Die Kreuzfahrtschiffe "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" der Tochtergesellschaft TUI Cruises hängen in den Häfen der Region fest. Wie es mit weiteren Rückflügen in den kommenden Tagen aussieht, war nach Angaben eines TUIfly-Sprechers am Dienstag noch unklar. Am Dienstagmittag war bereits eine Linienmaschine von Emirates mit deutschen Urlaubern in Frankfurt gelandet.
TUI-Chef: Rückholung dauert wohl "einige Tage"
TUI-Vorstandschef Sebastian Ebel rechnete am Dienstag damit, dass die Rückholung der festsitzenden Kundinnen und Kunden binnen "einiger Tage" abgeschlossen sein wird. Wie schnell das geht, hänge von der Sicherheitslage im Nahen Osten ab, sagte der TUI-Chef dem Sender n-tv. Das sei aktuell noch nicht seriös vorherzusagen. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen. Außerdem stünden eigene Flugzeuge von TUIfly bereit. Diese seien "standby, sobald wir die Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst zügig abzuholen", sagte Ebel im Gespräch mit n-tv weiter.
Pauschalreisende voll abgesichert
Für Sonderflüge seien behördliche Maßnahmen notwendig, erklärte ein TUI-Sprecher dem NDR Niedersachsen. Auch Abstimmungen zwischen Regierungen müssten stattfinden. Pauschalreisende seien voll abgesichert, so der Sprecher weiter. Der Rückflug werde organisiert. Auch die Hotelbuchungen würden entsprechend verlängert, Transfers zum Flughafen koordiniert und Verpflegung sichergestellt. Individualreisende müssten sich um ihre Rückreise selbst kümmern.
TUI-Chef: Urlauber weichen auf andere Ziele aus
Laut TUI-Vorstandschef Ebel weichen Reisende inzwischen auf andere Urlaubsziele als die Golfregion aus. In den vergangenen Tagen habe es einen "sehr starken Shift in die Karibik" gegeben, sagte Ebel im Gespräch mit n-tv. Er rechne mit einer vorübergehenden Zurückhaltung bei Buchungen für die Golfregion. Selbst bei einer kurzfristigen Beruhigung des Konflikts im Nahen Osten werde es "einige Monate dauern, bis sich das wieder normalisiert", so Ebel im n-tv-Programm.
#NDRInfo #Iran #Dubai #Kreuzfahrt
00:00 Krieg in Sichtweite der Kreuzfahrtgäste
00:32 AIDA Cruise sagte Nahost-Reisen frühzeitig ab
01:16 Warum hat TUI Cruises sich anders entschieden?
01:48 Vier weitere Schiffe sitzen im persischen Golf fest
01:56 Experte: Schwierige Abwägung für Kreuzfahrtanbieter
Foto Thumb: NDR
► Die Lage im Nahen Osten ist auch in Niedersachsen spürbar. Jüdische Gemeinden seien wachsam, teilte Verbandspräsident Fürst mit. Wirtschaftlich rechnen Tankstellen-Betreiber und IHK mit steigenden Kosten für Kraftstoffe und Energie: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/iran-krieg-niedersachsen-zwischen-sorge-und-wachsamkeit,iran-952.html
► Die Militärschläge gegen den Iran haben massive Auswirkungen auf den Schiffsverkehr. Bei der Reederei Hapag-Lloyd ist eine einstellige Zahl von Frachtern betroffen. Auch zwei Schiffe einer Reederei aus Buxtehude liegen im Persischen Golf. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/iran-krieg-hamburger-schiffe-sitzen-im-persischen-golf-fest,iran-946.html
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