FlixBus nach Kiew: 25 Stunden Reise in den Ukraine-Krieg | Überland

Feb 26, 2026Channel
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Bus nach Kiew: 25 Stunden Reise in den Ukraine-Krieg Es ist eine Reise über 1.800 Kilometer, die zwei Welten verbindet: das sichere Deutschland und eine Ukraine, die sich im vierten Jahr des russischen Angriffskrieges befindet. NDR‑Reporter Philipp Abresch hat Fahrgäste auf dieser emotionalen Route begleitet und dokumentiert, was Menschen dazu bewegt, mitten in den Krieg zurückzukehren. Abfahrt in Hamburg: Zwischen Abschiedsschmerz und Angst Ein frostiger Dienstagabend am Zentralen Busbahnhof in Hamburg. Während Pendler nach Hause eilen, bereiten sich die Passagiere des Busses nach Kiew auf rund 25 Stunden Fahrt vor. Nackenkissen, Snacks und Thermoskannen gehören dazu – doch im Gepäck sitzt vor allem die Ungewissheit. Unter ihnen ist Julia. Seit Beginn der Invasion am 24. Februar 2022 lebt sie in Norderstedt. Jetzt muss sie zum ersten Mal zurück. „Ich habe Angst vor den Bomben“, sagt sie unter Tränen. Ihr Grund ist nüchtern und schmerzhaft zugleich: Sie muss ihren Reisepass verlängern – ein Behördengang, der nur in der Ukraine möglich ist. Heimweh vs. Sicherheit: Warum junge Ukrainer zurückkehren Nicht alle im Bus reisen widerwillig. Der 18‑jährige Sasha freut sich sogar auf die Rückkehr. Trotz der Sicherheit in Deutschland fühlte er sich in Hamburg einsam. „Ich bin mit den Menschen hier nicht warm geworden“, sagt er auf Englisch. In Kiew will er wieder bei seiner Mutter leben und im Baumarkt arbeiten. Dass sein Heimatort Mariupol besetzt ist, macht den Neustart in Kiew zu einem bittersüßen Schritt. Die Route: Von Hamburg über Berlin nach Polen Die Strecke führt über Berlin und quer durch Polen. Die Fahrt ist logistisch Routine geworden, doch die Stimmung bleibt angespannt. Etwa alle zwei Stunden gibt es Pausen – kurze Momente zum Durchatmen, Rauchen, Kaffee trinken und Erzählen. Alltag im Krieg: Stromausfall und Ausgangssperre In einer Raststätte berichten drei junge Männer von ihrem Hamburg‑Trip – für sie ein kurzer Ausbruch aus dem Kriegsalltag. „In Kiew haben wir wegen der Ausgangssperre kein Nachtleben“, sagt Ilja. Die Sehnsucht nach Normalität ist groß. Der Grenzübertritt: Wenn sich die Stimmung wandelt An der polnisch‑ukrainischen Grenze wird es still. Pässe und Gepäck werden streng kontrolliert. Doch sobald der Bus die Grenze passiert, verändert sich die Atmosphäre spürbar: Handys klingeln, Gespräche werden lauter, es wird gelacht. Man ist wieder „zu Hause“ – auch wenn dieses Zuhause ein Kriegsgebiet ist. Endstation Kiew: Ankunft bei minus 11 Grad Nach mehr als 24 Stunden erreicht der Bus Kiew. Bei eisigen Temperaturen steigen die Fahrgäste aus und gehen getrennte Wege. Xenia wird von ihrem Freund abgeholt, Sasha beginnt sein neues altes Leben, und Julia hofft, bald wieder sicher nach Hamburg zurückzukehren. 00:00 FlixBus nach Kiew: 25 Stunden Fahrt mitten in den Ukraine‑Krieg 00:33 Abfahrt in Hamburg: Abschied, Angst, Frontlinie – mit welchem Gefühl steigen Ukrainer in den Bus? 03:00 Von Hamburg über Berlin nach Polen – 24 Stunden bis Kiew 05:00 Heimweh, Familie, Pflichtgefühl: Warum Ukrainer freiwillig ins Kriegsgebiet zurückkehren 05:57 Grenzübertritt in die Ukraine: Wie sich die Stimmung nach vier Jahren Krieg verändert 07:20 Zwei Stunden Grenzkontrolle: Alltag in Kiew mit Stromausfällen, Sirenen und Härte 08:30 Zwischen Technoclub in Hamburg und Ausgangssperre in Kiew: Das Leben junger Ukrainer 09:30 Sasha, 18: Warum er aus Heimweh zurück nach Kiew fährt 10:50 Ankunft nach 24 Stunden: Was Reisende in der Ukraine erwartet 12:30 Hamburg–Kiew–Hamburg: Der Alltag auf einer Route direkt in den Krieg Ein Bus von Hamburg nach Kiew - 1.800 Kilometer zwischen Sicherheit und Krieg. Reporter Philipp Abresch hat die Menschen auf dieser außergewöhnlichen Reise begleitet. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/info/flixbus-hamburg-kiew-100.html #ndrinfo #ukraine #krieg Foto Thumb: NDR Screenshot ► Wo genau sie arbeiten, soll geheim bleiben: In einem Hamburger Keller werden Aufklärungsdrohnen für die Ukraine gefertigt - ehrenamtlich und aus Spenden finanziert. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/drohnenbauer-100.html ► Vor vier Jahren, am 24. Februar 2022, hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ukraine-2578.html ► Die wichtigsten Nachrichten aus Norddeutschland gibt es auch bei WhatsApp. Abonnieren könnt ihr NDR Info auf WhatsApp hier: https://whatsapp.com/channel/0029VaDDZxZ3AzNIgqOFuS36 Ihr findet uns auch auf: ► Instagram: https://www.instagram.com/ndr.info/ ► Facebook: https://www.facebook.com/ndrinfo ► Kommentiert bei uns sehr gerne, aber bitte beachtet unsere Netiquette: https://www.ndr.de/service/technische_hilfe/Die-Kommentarrichtlinien,richtlinien101.html ► Datenschutz: https://www.ndr.de/service/datenschutz/index.html ► Impressum: https://www.ndr.de/service/impressum/index.html

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