Küstenschutz am Limit: Wer entscheidet, was wir opfern müssen? | Studio16
Jul 8, 2026•Channel
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Published5 days ago
Duration17:44
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Languagede
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Geht der Norden unter?
Die Antwort ist komplexer als ein einfaches Ja oder Nein. Klar ist: Ohne unsere Deiche stünden weite Teile Norddeutschlands zweimal täglich unter Wasser. Doch während der Meeresspiegel durch den Klimawandel unaufhaltsam steigt, geraten Technik und Bürokratie an ihre Grenzen.
In dieser Folge von Studio 16 begleiten wir Menschen, die einen fast aussichtslosen Kampf gegen das Meer führen. Wir besuchen die Familie Röder in Meschendorf, die seit 30 Jahren auf eigene Faust versucht, ihr Zuhause mit geschätzten 14.000 Lkw-Ladungen Schutt zu retten – nur um vom Land zu hören: „Der Aufwand lohnt sich nicht“.
Wir zeigen euch außerdem:
• Arnis: Warum der Schutz der kleinsten Stadt Deutschlands an privaten Grundstücksgrenzen zu scheitern droht.
• Schöpfwerk Knock: Warum Ostfriesland ohne diesen „Stöpsel“ unbewohnbar wäre und warum ein riesiger Investitionsstau die Sicherheit gefährdet.
• Biologische Gefahr: Wie Nutrias und Kaninchen unsere Deiche von innen heraus instabil machen.
Küstenschutz ist längst keine rein technische Frage mehr. Es ist eine Entscheidung darüber, welche Orte wir aufgeben und welche wir um jeden Preis halten.
Was denkt ihr: Sollte wirklich jeder Ort geschützt werden oder müssen wir radikale Prioritäten setzen? Schreibt es uns in die Kommentare! 👇
Kapitelmarken:
00:00 Geht der Norden unter? Küstenschutz am Limit
01:35 Team Nordsee oder Team Ostsee?
02:08 Die Katastrophe von 1962 und heute
02:50 Arnis: Was passiert, wenn der Deich bricht?
04:24 Meeresspiegel steigt: Wie stark bedroht ist der Norden?
05:07 Ohne Deiche: Warum Teile des Nordens zweimal täglich unter Wasser wären
05:45 Nutrias im Deich: Kleine Tiere, großes Risiko
06:25 Schöpfwerk Knock: Der "Stöpsel" Ostfrieslands
08:33 Investitionsstau beim Küstenschutz: Wird zu spät gehandelt?
09:41 Familie Röder: Ein Haus kämpft gegen die Ostsee
11:05 Knapp 14.000 Lkw-Ladungen gegen das Meer
11:59 Küstenschutz wird teurer: Wer soll das bezahlen?
12:39 Arnis: Warum 80 Eigentümer den Schutz erschweren
15:02 Wer wird gerettet – und wer entscheidet?
15:46 Rückzug statt Schutz: Warum Steilküsten wichtig sind
16:51 Fazit: Können wir wirklich alles retten?
Autorin: Marlen Hildebrandt
Schnitt: Fabian Bock
Kamera: Fabian Bock
Kameraassistenz: Dominik Dührsen
Grafik: Christoph Klipp
Tonmischung: Marc Schettler
Zulieferungen:
Studio Rostock - Gericke, Jürn-Jakob
Studio Oldenburg - Höfer, Lotti Kamera: Daniel Hammer, Ton: Ragip Alkan
Studio Flensburg – Frank Goldenstein Ton & Kamera: Antonia Ross und Paul-Jumaa Dohna
Redaktion: Hanna Gundlach, Paul Schulte
Tausende tote Fische am Strand, giftige Blaualgen, Hitzerekorde – In der aktuellen Folge des NDR Formats Studio16 tauchen unsere Regionalreporterinnen tief ab, um dem Sauerstoff-Problem in Nord- und Ostsee auf den Grund zu gehen. Mehr dazu: https://www.ndr.de/studio16/meere-100.html
#ndrinfo #Studio16 #Norden #Klimawandel
Foto Thumb: NDR Screenshot //
► Die Sturmflut 2023 hat viele Schwachstellen im Küstenschutz offengelegt. Das Land bietet mehr Schutz an - doch vor Ort prallen Interessen, Eigentumsfragen und Zukunftsängste aufeinander. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/deiche-108.html
► Der Regionaldeich in Behrensdorf soll zukunftssicher gemacht werden. Es entsteht ein sogenannter Flügeldeich. Mehr dazu: https://www.ndr.de/schleswig-holstein_magazin/shmag125768.html
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