[ERNEUTE SCHIFFSHAVARIE AUF MITTELLANDKANAL] Binnenschiff droht bei Bortfeld (LK Peine) zu sinken
Dec 13, 2025•Channel
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Schiffshavarie auf Mittellandkanal – Taucher und Spezialgerät im Einsatz
Landkreis Peine / Mittellandkanal, 12.–13. Dezember 2025.
Am Mittellandkanal in Höhe des Abzweigs zum Salzgitter-Stichkanal kam es am Freitag zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz. Erneut drohte ein Binnenschiff zu sinken, die Havarie steht im Zusammenhang mit einer Schiffskollision vom 4. Dezember 2025, bei der bereits ein anderes Binnenschiff schwer beschädigt worden war. (Wir berichteten.)
Bei dem nun betroffenen Schiff handelt es sich um das Gegnerschiff der damaligen Kollision. Am Bug des Gütermotorschiffes trat Wasser ein, weshalb die Feuerwehr alarmiert wurde. Das polnisch registrierte Binnenschiff misst rund 80 Meter Länge und 8 Meter Breite, hat einen Tiefgang von etwa 2,5 Metern und ist mit rund 870 Tonnen Raps beladen.
Die Feuerwehr begann umgehend mit Pumparbeiten, um den Wassereintritt zu begrenzen. Zur Unterstützung wurden die Feuerwehrtechnische Zentrale Peine, die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr Wolfsburg sowie ein Boot der Feuerwehr Sophiental-Meerdorf nachgefordert. Parallel trafen im Verlauf die Wasserschutzpolizei und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSV) an der Einsatzstelle ein.
Aufgrund von Dieselgeruch an Bord ging ein Trupp unter Atemschutz zur Erkundung vor. In der Folge traten tatsächlich Betriebsstoffe aus, sodass Ölsperren auf dem Kanal ausgebracht wurden, um eine Gewässerverunreinigung zu verhindern. Ein Rettungswagen sicherte die Einsatzkräfte während der gesamten Arbeiten ab.
Die Erkundung ergab, dass sich die Bugröhre, durch die die Ankerkette geführt wird, gelöst hatte. Diese schwer zugängliche Leckstelle stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Um die Stelle überhaupt erreichen zu können, musste der Anker bewegt werden. Nachdem mehrere Versuche scheiterten, wurde die Ankerkette schließlich gekappt, um weitere Maßnahmen zu ermöglichen.
Taucher erkundeten die beschädigte Stelle unter Wasser, während von der FTZ Peine Ölsperren, Dichtmaterial und Dichtkeile bereitgestellt wurden. Trotz der Maßnahmen dauerten die Pumparbeiten die gesamte Nacht an. Für die Dunkelheit wurde eine umfassende Einsatzstellenbeleuchtung aufgebaut.
Zur dauerhaften Gefahrenabwehr wurden rund 100 Tonnen Ladung durch ein Baggerschiff der WSV entladen. Ziel war es, das Schiff damit anzuheben, die Leckage über die Wasserlinie zu bringen und so ein weiteres Eindringen von Wasser sowie ein mögliches Sinken zu verhindern.
-et, tf, yc, jk
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