Strengere Tierwohl-Regeln: Was das für Ferkelerzeuger und Schweinemäster bedeutet | Unser Land | BR
May 11, 2026•Channel
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Ferkelerzeuger Franz Kratzer aus Anzenhof bei Meitingen im Landkreis Augsburg soll seinen Betrieb auf höhere Tierwohlstandards umstellen. Der Grund: die Initiative Tierwohl (ITW) erkennt ab 2027 nur noch Schweine an, die von Geburt bis Schlachtung im Programm sind. Aber die geforderte Reduzierung seines Bestands um rund zwölf Prozent und unklare Vergütung machen diesen Schritt für ihn zu einem erheblichen wirtschaftlichen Risiko.
ITW-Geschäftsführer Robert Römer verweist darauf, dass Tierwohl nur glaubwürdig ist, wenn die gesamte Lieferkette – von der Ferkelerzeugung bis zur Schlachtung – die Kriterien erfüllt. Gleichzeitig fürchten Schweinemäster wie Georg Siegl aus Hohenthann im Landkreis Landshut, ihre ITW-Haltungsstufen zu verlieren, wenn sie nicht rechtzeitig genügend passende Ferkel finden.
Vermarkter Johannes Reichenspurner von der EG Südbayern in Landshut warnt vor Engpässen und drängt auf längere Übergangsfristen. Zwischen gesetzlichen Vorgaben, Haltungsstufen, Forderungen des Lebensmitteleinzelhandels und praktischer Tierhaltung geraten Ferkelerzeuger und Schweinemäster zunehmend unter Druck.
Autorin: Sandra Lohse
Aus der Sendung vom 8.5.2026
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